Millionenförderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch, 7. Juli 2010, die Aufhebung der Haushaltssperrung für das Marktanreizprogramm MAP erteilt. Damit stehen in diesem Jahr 115 Millionen Euro zur Verfügung, um erneuerbare Energien im Wärmemarkt zu fördern. Ab dem 12. Juli 2010 können Installateure und Heizungstechniker beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Förderanträge stellen. Berücksichtigt werden neue, innovative Technologien wie etwa Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Die Förderkonditionen bestehen zunächst bis Ende 2011.
Nicht mehr gefördert werden Anlagen in Neubauten, da hier eine Nutzungspflicht nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besteht. Ebenso entfallen die Förderungen für bereits auf dem Markt etablierte Technologien wie Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung sowie für Technologien mit einer guten Wirtschaftlichkeit, wie luftgeführte Pelletöfen oder Scheitholzvergaserkessel. Kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK) werden nicht unterstützt, da die Mittel hier bereits ausgeschöpft sind. 

Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht in der Freigabe der Gelder einen wichtigen Schritt, um die technologische Spitzenstellung der deutschen Industrie zu stärken und neue Wirtschaftszweige entstehen zu lassen: „Das MAP ist das wichtigste Investitionsförderprogramm für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das Geld ist sehr gut eingesetzt, denn mit dem Fördervolumen von 380 Millionen werden in diesem Jahr rund 2,8 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst. Das hilft dem lokalen Handwerk ebenso wie der mittelständisch geprägten Industrie im Wärmesektor. Die Förderung ist auf die jeweils innovativste Technologie ausgerichtet.“

 

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