Trotz Wirtschaftskrise entwickelt sich der deutsche Solarthermiemarkt in 2009 bisher erfreulich. Dabei dominieren vor allem Flachkollektoren den Markt. Ein Grund dafür ist, dass ein neues Gesetz schreibt für Neubauten seit 1. Januar den Einsatz von Erneuerbaren vorsieht.

Mit einer gesamt installierten Kollektorfläche von 11 094 000 m² Ende 2008 gehört Deutschland seit Jahren zu den führenden Ländern in Europa, in denen Solarthermie zur Gebrauchwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt wird. Mit Einführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu Beginn dieses Jahres, wurde die Förderung, die mit jährlichen begrenzten Fördermitteln ausgestattet ist, auf ein neues Fundament gestellt. Durch die damit geschaffene Planungssicherheit soll die Solarthermie einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele 2020 in Deutschland beitragen. Ziel ist es, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Wärmeenergie von derzeit 6 auf 14% zu steigern. Kurzfristig hinterließen die Finanzkrise, ein harter Winter und die Dachkonkurrenz mit der Photovoltaik im Markt 2009 bereits negative Spuren. Nach einem erfolgreichen Start verlangsamt sich das Wachstum derzeit und die Branche hofft inzwischen noch, dass sie die guten Zahlen aus 2008 erreichen kann. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Attraktivität des Marktes auch der Konkurrenzdruck zunimmt und ausländische Hersteller, wie zum Beispiel aus China, deutlich mehr Präsenz in Deutschland zeigen.

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